Italienische Spitzenweine

Italienische Spitzenweine

Heute stehen Italiens Weine an oberster Stelle bei vielen Weingenießern. Italien hat sich in den letzten 30 Jahren, was den Wein angeht, extrem „erneuert“ und damit viele Vorurteile über etwaige „unsaubere“ oder „provinzielle“ Weine widerlegt. Die Franzosen (mögen mir verzeihen) muten dagegen wie sture, rückständige Traditionalisten an! Dieser Wandel in Italien begann mit der Gestaltung moderner und bunter Etiketten, die dem der Weine vorauseilte. Mit frischen und klaren Weißweinen zeigte man dann der Welt, dass moderne Technik in die Keller einzog. Anschließend versetzen die Super-Vino-da-Tavola-Weine wie Anarchisten (oder Revoluzzer?) die Weinwirtschaft in Aufruhr und unerklärliche Missstände. Schließlich gipfelten die Bemühungen in eine fast nicht für möglich gehaltene Reform der Weingesetze in den Neunzigern. Und Heute ist dieser Prozess keinesfalls zum Stillstand gekommen, was die „Prosecco-Erneuerung“ 2009 beweist. Spannung bringen zum Glück weiterhin unterschiedliche Lager: die Klassiker beharren weitgehend auf Traditionen und einen überlieferten Geschmack, die „Modernisten“ orientieren sich an den internationalen Geschmack, wie der amerikanische Weinpapst Parker proklamiert. Ok, die „neue Welt“ ist schneller, forscher, neugieriger und unkonventioneller – Länder wie Australien, Chile oder Kalifornien haben ja auch nicht viel zu verlieren. Italien will und soll die Herkunft seiner Weine nicht verleugnen. Chianti soll weiterhin an die bäuerliche, etwas karge Landschaft erinnern, zu Wildschwein oder Bistecca passen, und daher auch tanninreich und ein wenig eckig und kantig schmecken. Qualität kann man immer verbessern, den italienischen Charakter sollte man dagegen bewahren. Wenn vor 25 Jahren nur wenige Namen wie Sassicaia, Brunello di Montalcino von Biondi Santi oder Gaja den Ruf Italiens begründeten, sind es heute zahlreich Winzer und Ihre Weine, die neuen Ruhm verbreiten. Die früheren Top-Weine haben es gar schwer mitzuhalten und einige werden ihrem Ruf nicht mehr gerecht.

An diesem Abend probieren wir absolute Spitzenweine Italiens und es gibt Gelegenheit mit anderen Teilnehmern und mir über die Qualität und die Entwicklung in Italien zu diskutieren. Einige der verkosteten Weine sind in kleinen Mengen im Handel noch erhältlich, andere wiederum gereifte Raritäten, die nicht mehr am Markt sind. Allen gemeinsam ist eine absolute Höchstbewertung bei Parker, Veronelli oder Gambero Rosso.

Ein spannender, hochkarätiger Weinabend mit herausragenden und ausdrucksstarken Weinen. Leichte Vorkenntnisse über Wein sollten vorhanden sein.

Es gibt eine kleine Brotzeit in der Pause.

TERMINE & ANMELDUNG

Jan 2020

Italienische Spitzenweine – Preis 69,00 € – 24. Januar 2020 um 19:00 - 22:30  (8 Plätze frei) > anmelden

Okt 2020

Italienische Spitzenweine – Preis 69,00 € – 17. Oktober 2020 um 19:00 - 22:30  (14 Plätze frei) > anmelden

Falls du den Kurs verschenken möchtest, kannst du im Buchungsformular gleich eine schöne Geschenkkarte mit bestellen!

Der Referent

Unsere Referenten sind vom Fach und haben u.a. Weinbau studiert oder kommen aus dem Weinhandel und besitzen fundierte Kenntnisse. Sie sind unabhängig, objektiv und kennen sich in der Welt der Weine bestens aus.

Jeffrey Wolff ist Gründer von Wein-Wolff und weinwerk.de. Bereits während seines BWL-Studiums war Wein nicht nur ein abendliches „Stundentenfutter“ sondern Anreiz und Herausforderung mehr über das tausend Jahre alte Getränk zu erfahren. Nach fast 10 Jahren als sehr erfolgreicher Manager in der Industrie begann er von Vorne. Mit einem Studium am Institute of Masters of Wein und zahlreiche Praktika in Weingütern im In- und Ausland (Südafrika, Italien, Pfalz) richtete er sein Fokus auf Wein. Heute hat er über 25 Jahren Erfahrung im Weinhandel und ist ein bundesweit angesehener Referent. Er berät und schult für Weininstitute und Firmen. Auf unkonventionelle und lockere Art, immer bodenständig und kritisch, vermittelt er sowohl Einsteigern als auch Fachkräften sein umfangreiches Wissen (und Erfahrung) und begeistert Menschen für das Thema Wein.

„Wein soll primär lecker schmecken, Spaß machen und bezahlbar sein – bei vorzeigbarer Qualität!“